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Geschichte

100 Jahre Wintersportverein und Bobclub Friedrichroda 1905-2005

Aus der Geschichte:
  • Schon 1901 steuerte Carl Benzing als erster Deutscher seinen Fünferbob den Rotenweg hinab.
  • Anfang 1902: erstes Bobrennen auf dem Rotenweg mit 10 Bobs aus Ilmenau, Waltershausen, Wickersdorf und Friedrichroda
  • 1905: Gründung des Wintersportvereins Friedrichroda mit den Sportarten Eislauf, Hörner- und Rodelschlitten, Bob, Skilauf, Rennwolfsport. 1. Winterfest mit großer Resonanz bei Gästen und Einheimischen.
  • Der Wintersportverein schafft Voraussetzungen für die Attraktivität der Wintererholung in Friedrichroda
  • 1906: Gründung des Bobsleighclub Friedrichroda
  • 1909: nach Plänen Carl Benzigs wird die Naturbahn Roterweg bis zum Spießberg verlängert und die Bobbahn gebaut
  • 1910: Skeleton und Lenkrodelsport in Friedrlchroda
  • 1911: Der Friedrichrodaer Bobclub und die Vereine von Schierke und Dresden bilden den Deutschen Bobsleighverband
  • 1912: das Friedrichrodaer Mitglied Wolf v. Werder ist Präsident das Deutschen Bobverbandes bis 1921, maßgebliche Beteiligung an der Bildung des Internationalen Schlittenverbandes ISV im Jahre 1913
  • 1912: Bob-Verbandsmeisterschaften am Spießberg
  • Saison 1923/24: 16 Rennen im Fünfer- und 2 im Zweierbob mit 232 Bobstarts im Wettkampf
  • Ab 1927 nehmen Friedrichrodaer Meisterrodler verstärkt an Deutschen und Europameisterschaften teil
  • 1928: Deutsche Rodelmeisterschaft am Spießberg; Gertrud Mietner, Käte Eckardt und Else Müller belegten Plätze 3 bis 5
  • 1929: erstes Lenkrodelrennen des Deutschen Rodelverbandes in Friedrichroda. Sieger W. und H.Hettstedt
  • 1931 und 1932 wird Erich Marx Deutscher Meister im 50 km Skilanglauf
 
  • 1935 und 1937: Deutsche Lenkrodel- und Skeletonmeisterschaften. Else Müller und Margarethe Benzing werden Deutsche Meister 1935, Karl und Fritz Baumbach Deutsche Meister 1937
  • 1938: Deutsche Skeletonmeisterschaften, Sieger Dr. Herborn-Mainz, danach die Friedrichrodaer W. Schütz, R. Hettstedt, E. Kachel
Nach dem 2. Weltkrieg:
  • 1948: Gründung der SG "Fortuna", Neubeginn des Wintersportes
  • Ab 1949: Wiederherstellung der Bobbahn am Spießberg durch die Mitglieder, Neujahr 1951: das Wieder-Eröffnungsrennen
  • 1951: Gründung der BSG "Medizin" unter Übernahme der Mitglieder der SG "Fortuna". Bob-, Rodel- und Lenkrodelsport entwickeln sich wieder schnell und stark in Friedrichroda.Internationale Vergleiche sind zu dieser Zeit noch nicht möglich. Hilde Schuchardt holt die erste DDR-Meisterschaftsmedaille nach Friedrichroda (Bronze), bei Bob ebenfalls die Gebrüder Schuchardt.
Bob:
  • 1953 Gebrüder Schuchardt werden DDR-Meister im 2-er, 1954 im 2-er und 4-er, 1959 und 1959 nochmals im 4-er Bob mit Brand u. Becker
Rodel:
  • 1955: Junge Friedrichrodaer Rodelasse brillieren:
    Werner Ackermann DDR-Meister, bei den Damen alle Medaillen durch Christel Michaelis, Edith Eccarius und Ursula Anhut
  • bei der Gesamtdeutschen Meisterschaft gewinnt Christel Michaelis Rang 2
  • 1956: Gesamtdeutsche Meisterin Ursula Anhut, Christel Michalls Platz 2.
  • 1956, 1959, 1961-1965 errangen die DDR-Meisterwürde:
    Günter Schneider, Jochen Asche, Klaus Bonsack in Serie.
Diese Erfolge zogen nach sich, daß alle Friedrichrodaer Spitzenrodler ab 1962 den Kern der Nationalmannschaft beim SC "Traktor" Oberwiesenthal bildeten und in der Folge weitere hervorragende Sportlerinnen und Sportler nach dort delegiert wurden.

Ab 1963 fand diese Zentralisierung dann im Armeesportklub "Vorwärts" (ASK) Oberhof statt. Unter beiden Clubs errangen sie Olympia- Weltmeister- und Europameisterschaftsmedaillen.
Friedrichroda wurde eine der Kaderschmieden des Rodelsports der DDR.

  • Ausgangspunkt dafür war ab 1958: die Schulsportgemeinschaft unter Schuldirektor Hunius und dem späteren Trainer Hugo Oberhoffner. Daraus entwickelte sich das bis zur Wende bestehende Trainingszentrum der Schüler, aus dem die Weiterdelegierungen erfolgten.
    Der Friedrichrodaer Rodelsport hat bis 1989 Anteil an 3 Olympischen Gold-, 2 Silber- und 3 Bronzemedaillen, sowie 7 Weltmeister, 7 Vize-Weltmeister und 4 WM-Bronze-Rängen. Genannt werden: Klaus Bonsack, Anna-Maria Müller, Margit Schumann, Melitta Sollmann, Jochen Asche, Rolf Fuchs, Bernd Oberhoffner.
    Nach 1990: Yves Mankel.
  • Als Bobfavoriten entwickelten sich die Rodler Horst Schönau als Weltmeister im 4-er Bob und Volker Dietrich.
Starke Organisationskraft,
  • Ab 1951 wurden viele nationale und internationale Rodel- und Bobwettkämpfe von Funktionären der BSG Medizin organisiert. Höhepunkt war die WM und EJM 1966.
  • Ab 1964 erfolgte der Neubau eines WM-Teilstücks der Spießbergbahn und eine Rekonstruktion ab Kurve 2 der von Carl Benzing errichteten Bobbahn in Massivbauweise der Kurven. Örtlich wurde die künstliche Vereisbarkeit vorgeschlagen, welche jedoch leider durch die zentral geleiteten Gremien des DDR-Sports abgelehnt wurde. Die WM 1966 fällt wegen starken Tauwetters und der fehlenden künstlichen Vereisbarkeit aus.
  • Herausbildung eines großen Stamms international lizensierter Kampfrichter und Organisatoren.
  • Ab 1983 Rekonstruktion der Spießbergbahn durch die Sportfreunde des Vereins, um die arbeitsaufwendige Schneematsch-Vereisung zu ersetzen. Die Wende unterbrach diese Arbeiten.
Nach der Wende:
  • 21.06.1990: Neugründung des Sportvereins 05 Friedrichroda.
  • 27.06.1991: Ausgliederung der Sektion Bob und Rodeln und Neugründung des Bob- und Rodelclub 05 Friedrichroda e.V.. Dieser widmet sich verstärkt einer umfangreichen Jugendarbeit
  • 1992: Karsten Albert schlägt die Rodelelite und wird Deutscher Meister auf der Winterberger Bahn. Michael Osterloh erreicht Bronze bei den Junioren und Andrea Hoodt wird Deutsche Meisterin der Schüler.
  • 1993: der BRC 05 erhält das "Grüne Band" der Dresdner Bank für hervorragende Jugendarbeit
Nach Hans-Joachim Götz, Ehrenmitglied BRC 05 Friedrichroda.

 

 

BRC 05 Friedrichroda e.V.