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Roldlerin Nathalie Burkhardt holt bei Junioren-WM Silber
Deutsches Erfolgs-Trio: Nathalie Burkhardt (BRC 05 Friedrichroda) links mit Aileen Frisch (SSV Altenberg) in der Mitte und Katrin Rudolph (BSC Winterberg) links daneben. Foto: Jürgen Waßmuth Deutsches Erfolgs-Trio: Nathalie Burkhardt (BRC 05 Friedrichroda) links mit Aileen Frisch (SSV Altenberg) in der Mitte und Katrin Rudolph (BSC Winterberg) links daneben. Foto: Jürgen Waßmuth
Mit einer Silbermedaille kehrte Nathalie Burkhardt vom BRC Friedrichroda von der Junioren-WM aus Königsee zurück. Johann Reinhardt sprach mit dem jungen Nachwuchstalent aus der Thüringer Rennrodelfamilie um Karsten Albert.
Friedrichroda. Nathalie Burkhardt, die für den BRC 05 Friedrichroda startet, gehört zu den größten deutschen Nachwuchshoffnungen im Rennrodeln. Wenn auch die Saison nicht immer nach Wunsch verlief, hat sie mit dem Vizeweltmeistertitel ihren bisher größten Erfolg eingefahren. Wie verlief die Junioren-Weltmeisterschaft aus Ihrer Sicht? Ich bin eigentlich immer eine recht schnelle Starterin, hatte aber bei der WM diesmal ein paar Probleme. Die Kraft und Kondition hat inzwischen etwas nachgelassen und ich startete nicht immer gerade. Genauso erging es mir auch im letzten Training, sodass ich vor dem ersten Wettkampflauf ziemlich aufgeregt war. Dort hat dann aber alles geklappt, ich erwischte zwei richtig gute Starts mit schnellen Zeiten. Insgesamt habe ich zwei tolle Läufe geliefert, womit ich sehr zufrieden bin. Es war wirklich ein toller Wettkampf. Haben Sie schon vor dem Wettkampfstart mit diesem Ergebnis gerechnet? Im Training konnte man noch nicht viel erkennen, da wir jeden Tag ein anderes Wetter hatten. So war auch nicht wirklich klar, wer nun die Topfavoritin ist. Insgesamt war ich mit meinen Trainingsleistungen aber schon zufrieden und lag immer zwischen den Plätzen eins und drei. Wir haben uns täglich abgewechselt und jeder von uns ist schnelle Zeiten gefahren. Deshalb war das Ergebnis des Wettkampfes vorher völlig offen. Bei den Juniorinnen dominieren ähnlich wie im Damenbereich die deutschen Athletinnen. Denken Sie, dass sie später diese Dominanz, ähnlich wie heute, aufrechterhalten können?
 
Ich mache mir diesbezüglich keinen Druck. Die Frauen sind recht stark und für uns Juniorinnen ist es ziemlich schwierig, dort dann mitzufahren. Zum einen sind sie am Start noch schneller, haben aber auch mehr Erfahrung und Vertrauen in das Gerät. Außerdem haben die Damen noch eine größere Bahnerfahrung als wir. Ich versuche mich an den Großen zu orientieren. Im letzten Jahr konnte ich auch das erste viertel Jahr in der Trainingsgruppe um Tatjana Hüfner trainieren, wo ich mir Dinge abgeschaut habe und einige gute Tipps bekam. Woran liegt es, dass auch schon bei den Juniorinnen die deutsche Dominanz deutlich wird? Ein klarer Vorteil ist, dass wir vier Bahnen in Deutschland besitzen, von klein auf darauf trainieren können und auch viele Wettkämpfe hier in Deutschland stattfinden. Wir trainieren vielleicht auch etwas härter als die Amerikaner, schon im jungen Alter von Montag bis Freitag tagtäglich immer zwei bis drei Einheiten. Wie gestalten Sie die jetzige wettkampfreie Zeit? Natürlich werde ich viel Zeit mit der Familie verbringen und Sachen machen, die über Wochen einfach nicht möglich waren. Ich habe zuhause noch ziemlich viele Freunde und komme so auch noch gerne wieder dahin zurück, um sie zu besuchen. Darauf freue ich mich schon. Im Winter fehlt das schon etwas, denn durch den Sport ist man eingebunden und hat daher nur wenig Zeit.

Johann Reinhardt / 03.03.12 / TA
Quelle:Thüringer Allgemeine Zeitung 03.03.2012


Florschütz / Wustlich hören auf, Neuer Skeleton - Chef

Erfurt (dpa) - Die Olympia-Fünften André Florschütz und Torsten Wustlich haben ihre aktive Laufbahn im Rennrodeln beendet. Die Doppelsitzer, die in der abgelaufenen Saison Weltcup-Gesamtsieger wurden, gehen ab sofort getrennte Wege.

Das wurde am Rande einer Mitgliederversammlung des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) in Berchtesgaden bekannt. Der 33-jährige Sonneberger Florschütz, der für den BRC Friedrichroda startete, soll in Zukunft als Trainer am Oberhofer Sportgymnasium seine Erfahrungen an den Nachwuchs weitergeben.

Da zuvor auch die bayerischen Olympia-Dritten Patric Leitner/Alexander Resch ihre aktive Laufbahn nach den Winterspielen in Vancouver beendet hatten, baut Rodel-Cheftrainer Norbert Loch in der nacholympischen Saison ausschließlich auf junge Doppelsitzer.

Zudem wurde bekannt, dass es mit Beginn der neuen Saison Cheftrainer für alle drei olympische Sparten des Verbandes geben wird. Im neuen Amt des Cheftrainers Skeleton wurde der Ilmenauer Jens Müller bestätigt. Unter Führung des Rodel-Olympiasiegers von Calgary hatten die deutschen Skeletonis in Vancouver erstmals Medaillen bei Olympischen Spielen gewonnen. Bisher war Raimund Bethge Cheftrainer für Bob und Skeleton. Die Nachfolge Bethges, der aus gesundheitlichen Gründen die Funktionen abgibt und im Sommer vorzeitig in Rente geht, wird im Boblager Christoph Langen antreten.

© sueddeutsche.de - erschienen am 27.03.2010 um 20:34 Uhr

 


 

Spektakel im Eiskanal
UNIKUM: Gunter Brand wollte es auch mit dem Skeleton-Schlitten wissen, ob er die 100-Jährige noch beherrscht. TA-Foto: E. JOREK
Die ganze Mühen und Strapazen, welche die vielen ehrenamtlichen Helfer im Vorfeld der offenen Stadtmeisterschaften von Friedrichroda auf sich nahmen, hatten sich wahrlich gelohnt. Die ehrgeizigen Sportlerinnen und Sportler und die vielen sachkundigen und frohgestimmten Zuschauer links und rechts der Bob - und Rodelbahn erlebten einen rundum gelungenen Wettkampftag.

FRIEDRICHRODA. Dabei mussten die Organisatoren um Vereinschef Karsten Albert im Vorfeld noch hoffen und bangen, ob die Eisdecke auf der altehrwürdigen Naturbahn wohl halten wird. Zwei reguläre Wertungsdurchgänge steuerten alle Athleten den Rotenweg hinunter und hatten sichtlich ihren Spaß dabei. Als Friedrichrodas Bürgermeister Thomas Köppel die Veranstaltung unter lautstarker Mitwirkung des Oldie- & und Jugendfanfarenzuges Friedrichroda eröffnete, lag eine prall gefüllte Starterliste mit 58 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor. Um dem ganzen sportlichen Geschehen noch mehr Spannung und Gaudi zu verleihen, schlossen sich viele von ihnen zu Mannschaften zusammen. Die drei Wagemutigen vom Team Meisterjäger machten gleich ihren Namen zum Programm, holten mit Abstand den Mannschaftspokal. Die Silberpfeile hingegen kamen nicht so richtig in Schwung und belegten mit ihren Teams die Plätze vier und acht. Kuriositäten gab es zu Genüge: Matthias Ortlepp, vom FCC Friedrichroda, legte zum Beispiel einen klassischen Hochstart hin. Der außer Konkurrenz startende "Bubi" Willhuhn sorgte für Heiterkeit, indem er einen langen Ast als Steuerruder benutzte. Einer konnte gar nicht genug bekommen: Der einheimische Gunter Brand jagte der Bahn sowohl auf dem Rodel als auch kopfüber auf dem Skeleton-Schlitten hinunter.Aufbrausender Beifall und Cheerleader-Rufe schallten immer wieder im Nadelwald. Dies galt einerseits den guten Zeiten und dem Mut der Starter aber maßgeblich auch den vielen Gästen und ehemaligen Medaillengewinnern. Hatte Bahnsprecher Bernd Henniges ein altes Vereinsmitglied entdeckt, teilte er dies schleunigst der großen Rodler- und Bob-Familie mit. So tauchten auch einstige Welt- und Europameister auf, freuten sich über das einzigartige Spektakel und ein Wiedersehen. Auch André Florschütz, aktueller Olympiateilnehmer im Doppelsitzer, ließ sich sein Erscheinen samt Familien nicht nehmen. Er bedauerte, dass er bisher nie auf dieser Bahn gefahren war."Rennschlitten ist zu gefährlich, da hat man doch die Ellenbogen immer draußen", spaßte mit einem Augenzwinkern der ehemalige Bobfahrer Heinz Fischer. Christel Michaelis (jetzt: Jeschke), Deutsche Rodelmeisterin 1955, erinnerte daran: "Wir sind heute hier die wahren Veteranen, die Pioniere der ersten Stunde." Und Silvia Schuchardt - jetzt: Müller, wohnhaft in Berlin - einst erfolgreiche Juniorin in den siebziger Jahren, freute sich über die Einladung und war sichtlich beeindruckt: "Ich finde es sehr bemerkenswert wie viele Ehrenamtliche sich hier für diese tolle Sache engagieren." Dies fand auch Friedrichrodas Bürgermeister Thomas Klöppel, der schon in seiner Eröffnung den vielen ehrenamtlichen Helfern lautstark applaudierte.Wen wunderts also, dass sich jetzt schon viele auf die nächste Stadtmeisterschaft freuen.Eckhard JOREK

Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung vom 02.03.2010




BRC 05 Friedrichroda e.V.